Die Stadt Lorch im Stauferland.
Die Stadt Lorch liegt im Remstal und gehört zum Ostalbkreis. Zur Römerzeit befand Sich hier das südlichste Kastell des Obergermanischen Limes. Mit der Gründung des Klosters Lorchs durch die Staufer, gewann der Ort gegen 1100 an Bedeutung.
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| Der Bäderbrunnen in Lorch. | Statue von Eduard Mörike vor seinem Wohnhaus. |
Die Geschichte der Stadt Lorch
Gegen Mitte des 2. Jahrhunderts nach Christus, war die strategisch wichtige Lage Lorchs der Grund, warum die Römer hier an einer engen Stelle des Remstals ein Kastell erichteten. Hier verlief einstmals die Heeresstrasse zwischen Augsburg und Mainz. Hier verliefen auch die befestigten Grenzen zwischen den römischen Provinzen Rätien und Obergermanien. Das Kastell befand sich im heutigen Stadtkern und entlang der Rems befand sich die zivile Siedlung. Ein Außenposten wurde auf dem heutigen Klosterberg errichtet. Die Legionäre hatten die Aufgabe das Limesknie zu bewachen. Mit dem Einmarsch der Alamannen wurde es gegen 260 aufgegeben. Der römische Wachturm wurde 1969 rekonstruiert und steht heute fast direkt neben dem Kloster Lorch.
Die weitere Geschichte bis zum 11. Jahrhundert ist nicht bekannt. Mit dem Jahr 1060 treten die Staufer hier erstmals auf. Unter ihnen wird der Kollegiat- oder Chorherrenstift im Ort gegründet. Die Stiftung wird das erste geistliche Zentrum des Adelsgeschlechts und ihre Familienmitglieder finden hier ihre letzte Ruhestätte. Mit der Gründung des Klosters gegen 1140, welches sich überhalb der Ortschaft befand, verlor der Stift seine geistige Bedeutung und wird in der Mitte des 14. Jahrhunderts aufgelöst. Das Benediktinerkloster Lorch war bis zum Ende der Stauferdynastie das geistliche Zentrum.
Stadt Lorch
Der rekonstruierte Römerturm neben der Klosteranlage.
Die Bürger von Lorch konnten 1764 nicht ahnen wer unter ihrer Mitte weilte. Friedrich Schiller erlernte hier bis 1766 die Grundlagen von lesen und schreiben. Seinem Lehrer, dem Lorcher Pfarrer Moser, setzte er mit dem Drama "Die Räuber" ein literarisches Denkmal. Ein weiterer prominenter Zeitgenosse wohnte rund 100 Jahre später hier. Eduard Mörike wohnte von 1867 bis 1869 in der Stadt. Mit der Eröffnung der Remsbahn 1816 und der Erhebung zur Stadt im Jahr 1865, ging es wirtschaftlich bergauf. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts war der Fremdenverkehr eine wichtige Einnahmequelle.








