Die Salzsiederstadt Schwäbisch Hall
Schwäbisch Hall liegt im Kochertal rund 40 km östlich von Heilbronn. Das mittelalterlichem Stadtbild zeugt von einer langen Geschichte. Überregional bekannt ist die Stadt für eine Feste. Zu den Publikumsmagneten gehören das traditionelle Salzsiederfest, auch Kuchen- und Brunnenfest genannt, die Salztage und der Jakobimarkt. Seit 1925 gibt es die Freilichtspiele Schwäbisch Hall. Sie finden auf der Treppe von St. Michael statt und sind die zweitältesten Freilichtspiele in Deutschland.
Die historische Altstadt von Schwäbisch Hall
Das Rathaus am Marktplatz
Die Geschichte vom Salz
Die Stadt wird wird lange Zeit nur Hall genannt. Hall soll aus dem keltischen Wortschatz kommen und bedeutet Salz. Dieses wird hier aus einer Saline gewonnen. Die Kelten betrieben hier das Salzsieden bereits 500 vor Christus. Im Mittelalter war die Sole Eigentum des jeweiligen deutschen Herrschers. Im 14. Jahrhundert wird das Bewirtschaftungsgesetz beschlossen. Die Saline wird in in 111 Anteile augteilt, 24 der sogenannten Sieden gehören der Stadt Hall. 1804 geht die Selbständigkeit der Reichsstadt Hall verloren, sie wird dem Königreich Württemberg eingeliedert. Die Salzquelle geht in das Staatseigentum über und die Rechte von 193 Siederschaftsfamilien werden abgekauft. Sie erhalten bis heute eine Rente - das Siedersgeld. Die Haller Quelle wurde im 19. Jahrhundert aufgegeben. Grund war der Fund eines Steinsalzlager in der näheren Umgebung. Bis Ende dieses Jahrhunderts, wird hier im Bergwerk Wilhelmsglück, das weisse Gold gefördert.




