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Filderstadt im Landkreis Esslingen

Direkt vor den Toren Stuttgarts und zwischen dem Schönbuch liegt Filderstadt. Es ist mit rund 45000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt, im Landkreis Esslingen und entstand 1975. Zu diesem Zeitpunkt schlossen sich die ehemals selbstständigen Gemeinden Bernhausen, Bonlanden, Harthausen, Plattenhardt und Sielmingen zusammen. Alle Stadtteile haben eine lange Geschichte und ihren eigenen Charme.
Als Berinhusen wurde das heutige Bernhausen erstmals gegen 1089 erwähnt. Anfang des 14. Jahrhunderts beinnt der württembergische Einfluss auf den Ort. Seit dem Mittelalter wird hier intensive Landwirtschaft betrieben. Am Anfang war es hauptsächlich der Getreideanbau, ab dem 17. Jahrhundert ist es der Krautanbau. Das bekannte Filderspitzkraut wird erstmalig 1772 erwähnt und gegen Ende des 18. Jahrhunderts werden hier jährlich über eine halbe Million Krautköpfe geerntet. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören das alte Rathaus und die Zehntscheuer.

Filderstadt-Bonlanden

Traditionelles Fachwerkhaus mit Sonnenuhr

Mit dem Ritter Wolfwlin von Bonlanden tritt der Stadtteil erstmals 1269 urkundlich in Erscheinung. Bereits gegen 1400 ist der Ort ein Teil des württembergischen Amts Stuttgart. Im Mittelalter hat sich hier auch eine Burg befunden. Sie wurde aufgegeben und verfiel. Auf ihr steht heute das Pfarrhaus. Auch noch heute ist die einstige Wall- und Grabenanlage vorhanden. Im 17. Jahrhundert befand sich das Bonlander Unterdorf an einem künstlichen See. Der Ortsteil erstreckte sich entland des Bombachs. Der See wurde mitten des 19. Jahrhunderts trockengelegt. Eine andere Besonderheit war der Weinanbau auf der Uhlberghalde. So wird bereits im 15. Jahrhundert eine Kelter erwähnt. Wann der Weinbau eingestellt wurde konnten wir leider nicht recherchieren. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört die Georgskirche, welche bereits 1472 im spätgotischen Stil errichtet wurde.

Der Uhlbergturm in Plattenhardt



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