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Produkte aus Streuobstwiesen


Direktsaft und Most Der schwäbische Most

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Die Streuobstwiesen, Fruchtsaft und Most.

Das Obstland Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist das Land der Streuobstwiesen. Noch heute steht fast jeder zweite Streuobstbaum in Deutschland, auf den über 100.000 Hektar Kulturlandschaft im Ländle. In der Region rund um das Neckartal befinden sich zahlreiche Streuobstwiesen. Besonders zahlreich sind sie am Fuße der Schwäbischen Alb und im Remstal. Streuobstwiesen sind die traditionelle Form des Obstanbaus. Sie bestehen zumeist aus hochstämmigen Obstbäumen, oft verschiedenen Alters und unterschiedlichster Sorten.
Diese Wiesen werden häufig mehrfach genutzt. Zum einen zur Gewinnung von Obst und zum anderen als Weideland, oder als Mähwiesen zur Heugewinnung. Vom 17. bis 20. Jahrhundert waren diese Streuobstwiesen sehr häufig. Der Obstanbau außerhalb der Gärten wurde stark gefördert. Teilweise wurde auch alte Weinberge zum Obstanbau genutzt. In der 2. Hälfte des 20. Jahrhundert war der Höhepunkt dieser Bewirtschaftung erreicht. Seither werden die Streuobstwiesen immer seltener. Heute legt man viel Wert darauf diese aussterbenden Biotope zu erhalten. Aus dem Obst der Streuobstwiesen werden Säfte, Most, Tafelobst, Obstler und regional auch Backobst hergestellt.

Frühherbst im Remstal

Äpfel einer Streuobstwiese auf dem Weg zur Mosterei.

Streuobstwiesen sind wichtige Biotope

Neben den Obstbäumen wächst auf den Streuobstwiesen eine Feldschicht. Sie besteht aus Gräsern und blühenden Wiesenkräutern (Löwenzahn, Wiesenschaumkraut, Scharfgarbe… etc.). Dies macht die Streuobstwiese zur perfekten Weidestelle für Schafe und Rinder. Viele Bauern mähen auch das Gras um es als Heu zu verarbeiten.
Die lockere Bepflanzung von Bäumen und Gräsern und das reichhaltige Nahrungsangebot an Insekten, machen Streuobstwiesen zu einem Eldorado für verschiedene, zum Teil seltener Vogelarten (Sumpfmeise, Sperling, Spechte, Kauz, Stieglitz, Gimpel…etc.). Auch Amphibien, wie verschiedene Froscharten oder Reptilien, wie Schlangen und Echsen fühlen sich hier wohl. Auch einige Säugetiere finden in Streuobstwiesen ihr Zuhause. So findet man hier Fledermäuse, Feldmäuse, Mauswiesel, Siebenschläfer, Igel oder Feldhasen. Den Artenreichtum dieser Baumwiesen gilt es zu erhalten. Diese alte Form der Kulturlandschaft ist in Baden-Württemberg einzigartig. So gibt es seit einigen Jahren eine enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und dem Bund, zur Erhaltung dieser einzigartigen Obstplantagen. Ein weiterer großer Vorteil dieser alten Baumsorten: Sie bringen auch ohne Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger hohe Erträge. Voraussetzung ist eine entsprechende Pflege. Die rückstandsfreien Produkte sind dem industriell erzeugtem Saft haushoch, geschmacklich überlegen.

Streuobstwiese in der Gemeinde Notzingen

Zwischen Juni und Juli ist Heuernte.

Auf den folgenden Seiten finden Sie umfangreiche Informationen zu Produkten aus diesem Lebensraum. Sehr beliebt sind naturtrüber Apfelsaft und Most. Das Keltern von Obstsaft hat hier eine jahrhundertealte Tradition. Viele kleine Keltereien erhalten noch die die dörfliche Kultur des Mostens.

Produkte aus unseren Streuobstwiesen

Direktsaft und Most Direktsaft wird niemals aus industriell hergestellten Konzentraten hergestellt und nach dem Pressen direkt abgefüllt. Der Streuobstsaft ist immer ein regional produzierter Direktsaft. Nicht jedermanns Geschmack ist der Most aus Baden-Württemberg. Aber der vergorene Fruchtsaft hat eine lange Tradition.Bereits Griechen und Römer stellten Apfelwein her. Most besteht heute größtenteils aus Äpfel und Birnen.

Der schwäbische Most Schon in der Antike zur Zeit der Römer, Germanen und Griechen kelterte man Apfel –oder Birnenmost. Lange Zeit galt Most als der Wein der Armen. Wobei ein guter Mos, manchen Weinen ebenbürtig ist. Bis heute ist der Fruchtwein aus Apfeln oder Birnen beliebt geblieben. Auch im Ländle wird neben Trollinger und Co auch gerne “Moscht“ getrunken.



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