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Sehenswertes in der Stadt

In Nürtingen sollten Sie auf keinen Fall verpassen die malerische Altstadt zu besuchen. Die Lage der Altstadt, auf einem Bergsporn über dem Neckartal, weist auf die einst wichtige strategische Position hin. In der bewegten Geschichte hinterließen verschiedene Herrscher wie die Kelten und die Römer ihre Spuren. Besucher können heute die Mischung aus architonischen Meisterwerken längst vergangener Tage und der Moderne erleben. Sie bilden ein Miteinander von historischen Bauten, jahrhunderte altes Kopfsteinpflaster, moderne Geschäfte und Lokale, welche sich in restaurierten Häusern niedergelassen haben.

Stadtkirche St. Laurentius

Die ehemalige Türmerwohnung

Hier waren die Turmwächter bis 1921 in Einsatz.

Die Stadtkirche St. Laurentius

Die Altstadt liegt zu Füßen der gotischen und dreischiffigen Stadtkirche St. Laurentius (15. Jhr.), die auf dem sogenannten Schlossberg errichtet wurde. Die Hallenkirche ist das Wahrzeichen der Stadt. Besonders sehenswert ist die Wendeltreppe im Turm (48 m hoch), mit spätgotische Malerei im Netzgewölbe des Chors. Die Turmbibliothek, ein wichtiges Kulturdenkmal der Stadt, ist in der Kirche untergebracht. Vom Turm aus haben sie eine wunderschöne Aussicht über die ganze Stadt.

Der Blockturm in Nürtingen

Die Bildrechte liegen bei der Stadt Nürtingen.

Am höchsten Punkt der Altstadt, gegenüber der Stadtkirche, stand bis 1773 das herzogliche Schloss. An dieses erinnert heute noch der Schlossbrunnen. Das Schloss wurde viele Jahre als Wohnsitz der Witwen des Hauses Württemberg genutzt. Das Viertel am Schlossberg, mit seinen mittelalterlichen Gebäudefassaden, gibt einem einen guten Eindruck des Straßenbildes aus der Mitte des letzten Jahrtausends. Der Name Schlossgartenstraße erinnert an den einstigen Park des Schlosses. Heute weisen nur noch die massiven Stützmauer des Schlosses auf die prachtvolle Vergangenheit der Straße hin.

Auch die Kreuzkirche (1455) ist ein eindrucksvolles sakrales Gebäude. Sie lag einst vor den Stadtmauern der Stadt. Die ehemalige Friedhofskirche wurde in den 80-ziger Jahren zu einem außergewöhnlichen Veranstaltungsort, mit expressionistischer Ausmalung umgebaut. Umsichtige Planungen haben jedoch den sakralen Charakter des Gebäudes nicht verletzt. Heute ist die Kirche ein stimmungsvoller Raum für Konzerte und Ausstellungen geworden.
Nördlich der Kirche, in den Anlagen befindet sich der Brunnen, der zur Erinnerung an Friedrich Hölderlin erstellt wurde. Geht man weiter in Richtung „Alte Schmiede“ passiert man die Stelle, an der bis 1819 das Obertor, den östlichen Zugang zur Stadt markierte. Die Alte Schmiede ist ein stattliches Fachwerkhaus (1676) in der Kirchstraße. Das Gebäude ist eines der schönsten der Stadt. Ein besonderer Blickfang, das Juwel der Stadt ist das Rathaus (1476), das den Mittelalterlichen Marktplatz dominiert. Das traufständige Fachwerkhaus mit seinen Verkaufs- und Lagerräumen, war eng mit dem Marktwesen verbunden. Im letzten Jh. erweiterte man den klassizistischen Bau mit einem modernen, lichtdurchfluteten Anbau. Bei den Bauarbeiten legte man im Inneren mächtige Holzkonstruktionen frei. Sie sind heute hinter Glas zu besichtigen. Neben dem Rathaus befinden sich auch weitere liebevoll sanierte Bauten. Eines von Ihnen, ist der Bau eines imposanten Fachwerkhauses, der Salemer Hof (15. Jh.). Dieses Gebäude wurde seiner Zeit von den Zisterziensermönchen als Pfleghof erbaut.
Das Hölderlinhaus befindet sich in dem 1622 erbauten Schweizer Hof. Hier verlebte der sunge Hölderlin seine Kindheit und Jugend.
Ein Gebäude, das eng mit der Geschichte der Stadt verbunden ist, befindet sich auf der Marktstraße. Die spätbarocke Lateinschule (1481). Sie war eine der ersten Schule ihrer Art in Deutschland. Zwei ihrer berühmtesten Schüler waren Hölderlin und Schelling.
Nicht minder imposant ist der Blockturm (1354), ein Überbleibsel der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Das dunkle Verlies war einst das Gefängnis und ist bis heute weitestgehend erhalten geblieben. Den Blockturm kann man besichtigen.
Nürtingen zeigt, wie aus historisch bedeutsamen Gebäuden, heute ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens wird. So findet man in dem ehemaligen Spital (1526), welches die Armenfürsorge und andere karitativen Aufgaben der Stadt sicherte, heute die Räume der Fachhochschule für Hochschule und Wirtschaft.
Einst Heimatstelle der Schützen (15.Jh.), ist heute im alten Schießhaus das Stadtmuseum untergebracht. Das wunderschöne Fachwerkhaus, wurde einst vor den Toren der Stadt gebaut. Die Ausstellung (seit 2008) bietet auf ca. 350 qm einen guten Überblick über die Geschichte und die Entwicklung von Handwerk, Industrie in der Stadt.
Etwas außerhalb des Stadtkerns, im Stadtteil Oberensingen, wurden 1988 bei Ausgrabungen ein römisches Gutshaus freigelegt. Historiker gehen davon aus, dass die Villa Rustica ca. 100 n. Chr. errichtet wurde. Die Fundstelle ist eines der größten römischen Gutshöfe die in Baden-Württemberg freigelegt wurde.
In der Neckarsteige hat Eduard Mörike gewohnt. Er kannte die Stadt von seiner Jugend her.



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