Die Käthchenstadt Heilbronn
Die ehemalige Reichsstadt Heilbronn liegt im Unterland. Sie ist das Oberzentrum der Region Heilbronn-Franken und wurde als Villa Helibrunna, erstmalig 741 in einer Urkunde erwähnt. Bekannt wurde Heilbronn als Wein- und Käthchenstadt. Heinrich von Kleist schrieb das Drama "Das Käthchen von Heilbronn". Das Stück wurde erstmals 1810 in Wien aufgeführt. An ihn erinnert auch die Käthchenfigur. Seit 1950 ist das Käthchen die Symbolfigur der Stadt. Alle zwei Jahre werden das Hauptkäthchen und ihre zwei Stellvertreterinnen bei einem festlichen Ball gewäht. Sie repräsentieren heute die Stadt bei offiziellen Anlässen. Der Weinanbau ist schon seit langer Zeit ein wichtiger Faktor in der Stadt. Heute liegt mit rund 600 ha. hier die drittgrösste Rebfläche Württembergs. Es ist auch eine der grössten Rotweinregionen in Deutschland. Über 300 Weinbaubetriebe bauen hier Trollinger, Lemberger und Schwarzriesling an. Die Grosslage Staufenberg ist weit über die Region Heilbronn-Franken hinaus bekannt. Die Weinberge rund um die Stadt sind ein ideales Wandergebiet. Unser Tipp: Ein Besuch des Wartbergturm oder des Wein-Panorama-Weges. Überall zeugen aufwendig gebaute Wengerthäusle von der hiesigen und traditionellen Weinkultur.
In Heilbronn trffen die schwäbische und fränkische Lebensart aufeinander. Vielleicht macht dies den besonderen Charme der 120.000 Einwohnerstadt aus.
Die Altstadt von Heilbronn
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Zu den kunsthistorischen Höhepunkten der Stadt gehören das historische Rathaus, mit der astronomischen Uhr und die Kilianskirche, mit dem Hochaltar. Das Rathaus befindet sich an der Nordseite des Marktplatzes. Die Ursprünge reichen bis Anfang des 14. Jahrhunderts zurück. Es wurde 1417 und zwischen 1579 und 1600 umgestaltet. Es wurde bei den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg zerstört und bereits 1953 wiederaufgebaut. Ein Zeichen des Wohlstands wurde zwischen 1579 und 1580 an der Vorderseite die berühmte astronomische Kunstuhr gebaut. Sie besteht aus dem Glockentürmchen mit der Stundenglocke, der Zeit- und astronomischen Uhr, sowie der Mondphasenuhr. Sie ist 10,50 m hoch und das grösste Ziffernblatt hat einen Durchmesser von 3,45 m.
Die Ursprünge der Kilianskirche dürften bis in das 8. Jahrhundert zurück reichen. Hier wird erstmalig eine dem Heiligen Michael geweihte Basilika beschrieben. Heilbronn wird in diesem Zusammenhang als Villa Helibrunna erwähnt. Der Westturm der heute evangelischen Kilianskirche wurde 1529 mit Elementen der Renaissance fertiggestellt. Auf der Kirchturmsitze steht das sogenannte Kiliansmännle. Auch die Kirche wurde ein Opfer der Bombenangriffe und wurde bereits 1947 wiederaufgebaut.





