Ein Rundgang durch Esslingen.
Die Mittelalterliche Innenstadt hat seinen Besuchern einiges zu bieten. 1200 Jahre bewegte Geschichte haben das architektonische Bild der Stadt geprägt. Zahlreiche bauliche Zeitzeugen sind heute noch zu besichtigen. In der historischen Altstadt sind alleine über 1.000 Denkmäler zu finden. Mit dabei ist die älteste Fachwerkzeile Deutschlands (erbaut im 14. Jh. und liebevoll restauriert), der Marktplatz, mit der ehemaligen Kelter des einstigen Spitals - das Kielmeyerhaus (1582 erbaut – heute Stadtinformation), das ehemalige Wohngebiet - die Weber- und Heugasse, die stattlichen Patrizierhäuser am Heumarkt, der Hafenmarkt mit dem mittelalterlichen gelben Haus (heute Stadtmuseum), Kleinvenedig und natürlich die Burg, die hoch über der Altstadt thront. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt Esslingen.
Esslingen am Neckar
Blick auf das Stadtzentrum
Burg und Reste der Stadtmauer
Über der Altstadt thront die Esslinger Burg seit ca. 700 Jahren. Die Burg war einst ein Teil der Stadtmauer. Trotz ihres Namens war die Burg nie Sitz eines Adelsgeschlechts. Auch noch heute kann man auf der Burg Türme, Wehrgänge und Kasematten begehen. Hier oben haben sie eine atemberaubende Aussicht auf die Altstadt und das Umland. Vom Stadtzentrum aus führen mehr als 300 Stufen hinauf. Ebenfalls eindrucksvoll sind die Wehrtürme der alten Befestigungsanlage, die heute noch intakt sind. Einst war die ganze Stadt mit Türmen, breiten Mauern und gewaltigen Toren geschützt. Eines dieser Tore ist das Neckarhaldentor (14. Jh.). Freilich dient das Turm heute nicht mehr kriegerischen Zwecken. Unter dem Turm hindurch führt ein malerischer Spazierweg hinauf in die Esslinger Weinberge.
Aus der späten Stauferzeit stammt der älteste Torturm Esslingens, das Wolfstor. Besonders imposant sind die Plastiken der beiden kauernden spätromanischen Löwen.
Nicht weniger sehenswert ist der Schelztorturm (13. Jh.). Er diente einst als Teil der Pliensauumwallung. Den Seiltänzer, den man heute als Blickfang bewundern kann, wurde erst Ende des 20 Jahrunderts dazu gefügt.
Ebenfalls aus dem 13. Jh. stammt der der Pliensauturm. Durch dieses Tor verliess man einst den Handelsweg, indem man den Neckar, über die Pliensaubrücke mit ihren 12 Bögen überquerte.
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Kirchen und Klöster
Einen wichtigen Bestandteil der Sehenswürdigkeiten bilden die sakralen Bauten der Stadt. Eine der bedeutendsten Kirchen der Stadt , ist die Kirche St. Dionys, mit ihren Doppeltürmen im Zentrum. Das ehemalige Pilgerziel ist Zeuge des einstigen Reichtums der Stadt. Besonders sehenswert sind die über 700 Jahre alten mittelalterlichen Glasmosaikfenster, sowie das Ausgrabungsmuseum (Das Archäologische Museum), mit Fundamenten der ältesten Vorgängerbauten der Stadt.
Vor dem einstigen Dominikanerkloster befindet sich ein kleiner Platz, der Schwörhof. Einst schworen die frisch gewählten Bürgermeister hier, auf einem stattliche Balkon, Ihren Amtseid. Nicht weit entfernt, ebenfalls im Zentrum gelegen befindet sich das ehemalige Dominikanerkloster (1268), das Münster St. Paul (älteste vollständig erhaltene Dominikanerkirche Deutschlands). Die schlichte Basilika, ohne Turm und Querhaus, ist ein Zeichen der Ideale des damaligen Bettelordens. Der ehemalige Kreuzgang und Garten des Dominikanerklosters ist auch heute noch einen Besuch wert. Er ist ein Ort der Ruhe im Zentrum der quirligen Stadt.
Ebenfalls in der Innenstadt befindet sich die spätgotische Frauenkirche, mit ihrem imposanten Kirchturm, den man schon von weitem sieht. Sie ist ein architektonisches Meisterwerk südwestdeutscher Gotik. Besonders sehenswert sind die imposanten Reliefs der Südportale.
Die ehemalige Friedhofskapelle (13.Jh.), auch Allerheiligenkapelle genannt, ist heute Sitz des Stadtarchivs.
Auf der Inneren Brücke befindet sich die malerische, mittelalterliche Kapelle des Hl. Nikolaus, dem Patron der Schiffer und Flößer). Besonders auffallend ist der Glockengiebel, der in der Bauform Italiens errichtet wurde. Seit Mitte des letzten Jh. befindet sich in ihrem Inneren eine Mahnstätte für die Opfer des Nationalsozialismus.
Eine der wichtigsten Kirchen aus der Zeit des Expressionismus (1926) ist der Backsteinbau der Südkirche, in der Pliensauvorstadt.
Sehenswert ist auch die ehemalige Synagoge. Seit dem 19. Jh. wurde das zweigeschossige Fachwerkhaus (15. Jh.- ehemals Zunfthaus der Schneider) als Synagoge genutzt. Leider wurde die Innenausstattung in der Reichskristallnacht zerstört.
Ein weiteres Highlight der sakralen Bauten ist die Ende des letzten Jahrhunderts erbaute griechisch-orthodoxe Kirche Mariä Verkündigung. Die größte griechisch-orthodoxe Kirche außerhalb Griechenlands wurde nach dem Vorbild der byzantinischer Bautradition errichtet.
Esslinger Impressionen
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| Das Alte Rathaus an Fronleichnam 2011. | Der Schelztorturm in der Esslinger Innenstadt. |
Weitere Sehenswürdigkeiten
Die Innere Brücke ist die zweitälteste Steinbrücke Deutschlands. Seit mehr als 750 Jahren flanieren Menschen über diese prächtige Brücke. Ihr Bau war ein bedeutendes Infrasrukturprojet seiner Zeit. Die Brücke ermöglichte den sicheren Flussweg an der Handelstrasse und verbandt außerdem die beiden Stadtteile, die Innenstadt und die Pliensaukelter in der Beutau.
Eine Hommage, an die Weinbauerfamilien des alten Esslingens, ist in der unteren Beutau entstanden. Das Wohnhaus einer ehemaligen Weingärtnerfamilie wurde liebevoll restauriert. Heute werden die Gemäuer des Traditionshauses für Weinproben und Veranstaltungen genutzt.
Die Maille ist eine Insel zwischen den Kanalarmen Ross- und Wehrneckar und die grüne Lunge inmitten der Stadt. Seit dem 19 Jh. befindet sich hier eine idyllische schön angelegte Parkanlage mit Spielplatz, Liegewiese, Spazierweg und Cafés.
Eine Attraktion ganz andere Art ist das Merkelsche Bad. Es erhielt seinen Namen von dem Stifter, einem Industriellen der Stadt, Oscar Merkel. Der Jugendstilbau (1907) diente einst als Bad für die umliegenden Arbeiterquartiere. Heute genießen die Gäste erholsame Stunden in der Römischen Sauna und der Schwimmhalle. Das ist Wellness pur unweit des Stadtzentrums.
Die Villa Merkel wurde Ende des 19 Jh., für den mächtigen Industriellen Oskar Merkel, im Stil der Neorenaissance gebaut. Bei Restaurierungsarbeiten an der Villa, stellte man fest, dass dieses Haus komplett aus Beton gebaut worden war. Was damals nicht üblich war. Man geht davon aus, dass es sich bei der Villa um eines der ersten Betonbauten Deutschlands handelt.
Heute wird die einstige Prunkvilla als Galerie genutzt.















