Wia aus em Fleckles-Sack
Die Schwaben sind ein Völkchen für sich. Liebenswert, fleißig, sparsam, um nur einige der Attribute zu nennen, die den Schwaben zugesprochen werden. Was genau der Grund ist, weshalb es über sie und ihre Besonderheiten so viele Witze gibt, war bislang ungeklärt.
Der im Remstal aufgewachsene Autor des Buches “Wia aus em Fleckles-Sack“, klärt diese Frage in dem Buch auf. Der Titel ist für Nichtschwaben schwer zu verstehen. Einen Fleckles-Sack gab es früher in jedem guten, schwäbischen Haushalt. Darin wurden einst alle Arten von Stoffreste aufbewahrt, falls mal was geflickt werden musste. Der Fleckles-Sack steht in dem Buch als Sinnbid für das Schwabenland, mit seinen verschiedenen Charakteren.
“Grad so farbig ond illutra send de Leitla do em Schwäbischa. Jedes oiga - An origineller Art und Zeitgenossen fehlts ons im Schwobaland net“. Der Urschwabe beschreibt sein Buch treffend als eine "schwäbisch-filosofische Karakterstudia iber oigawillige Art- und Zeitgenossen".
Der Mundartpoet und Illustrator Bruno Ensslen, fühlt in dem Buch einigen dieser Zeitgenossen auf den Zahn. Entstanden ist eine amüsante Hommage an die Schwaben und ihre Eigenarten. Gekonnt versteht der Autor es, seine Gedichte und Geschichten mit feinen Zeichnungen zu illustrieren. Damit hebt er den Humor seiner Texte hervor. Bruno Ensslen schafft mit seinen Büchern, nicht nur schwäbische Dichtkunst, sondern auch humorvolle Kunstwerke der Literatur.
Schade nur das dieses Buch für “Nichtschwaben“ sehr schwer zu lesen ist. Wobei alleine schon die Bilder einen zum Schmunzeln bringen. Leser die der schwäbischen Sprache mächtig sind, werden die 39 Geschichten und Gedichte übers Ländle lieben.GG
Wia aus em Fleckles-Sack ist erschienen im Silberburg-Verlag, ISBN 978-3-87407-855-9


