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Schupfnudeln, die schwäbischen Buabespitzle.

Schupfnudeln, oder auch Buabaspitzle genannt, sind eine weitere kulinarische Spezialität der süddeutschen Küche. Die deutsche Variante der italienischen Gnocchi, wird aus einem festem Kartoffelteig hergestellt. Auch heute werden die Fingernudeln noch per Hand geformt. Auf den Speiseplänen der Region findet man die Schupfnudeln, sowohl süß angerichtet (mit Apfelmus, mit Zimt und Zucker, oder mit Mohn), als auch deftig (mit Speck und Sauerkraut gebraten). Außerdem werden Schupfnudeln auch als würzige Beilage zu diversen Gerichten gereicht.
Einst waren die spitz zulaufenden Kartoffelteigklößchen ein Arme-Leute-Essen und wie soll es anders sein, im schönen Schwabenland erfunden wurde. Die ersten Schupfnudeln die in Überlieferungen erwähnt wurden, stellten die Soldaten während des 30-jährigen Krieges, aus ihrer Ration von Wasser und Mehl her.
Diese Variante gibt es bis heute noch in einigen Regionen. Nachdem die Kartoffeln im 17. Jahrhundert populär wurden ist das Rezept verfeinert worden. Der Grund dafür: Der Preußenkönig Friedrich II hatte angeordnet Kartoffeln verstärkt anzubauen. Danach wurden die Kartoffeln günstiger als das Mehl. Sparsam, klug und erfinderisch, wie die Schwaben halt sind, kamen sie auf die Idee, das Rezept der Schupfnudeln mit zerstampften Kartoffeln zu strecken.
So entstanden die Kartoffelnudeln, eine sehr gesunde, sättigende und vielseitige Beilage. Heute sind die Schupfnudeln auf den Speisekarten, entlang des Neckars, nicht mehr wegzudenken. Die Schupfnudeln sind bis weit über die Grenzen Deutschlands bekannt.

Schupfnudeln mit Kraut

Bildeigner Hampp Verlag

Eine Abwandlung der handlichen Nudeln benutzen die Japaner, zum Dippen in Soßen. Besonders beliebt auf Outdoor-Events, wie Jahrmärkten, Weinfesten, Weihnachtsmärkten etc. sind die Schupfnudeln mit Kraut und Speck. In großen Pfannen wird der Imbiss hier hergestellt und verkauft.
Jede Region hat ihre eigenen und ganz speziellen Rezepte. Natürlich können sie Schupfnudeln auch fertig kaufen. Verschiedene regionale Anbieter stellen diese her, um sie in den Supermärkten zu verkaufen. Der Geschmack der industriell gefertigten Teigwaren ist sehr gut. Der Unterschied zwischen hausgemachten und fabrikgefertigten Schupfnudeln besteht in den Zutaten. Meist werden anstatt frischen Kartoffeln nur Kartoffelflocken genommen. Haltbar werden sie durch Konservierungsmittel.
In der heutigen schnelllebigen Zeit, hat man mit Sicherheit nicht immer die Zeit und die Muße, diese aufwendige und zeitintensive Mahlzeit selber herzustellen. Aber kochen Sie einmal wie es unsere Großmütter getan haben. Machen sie ihre Schupfnudeln zu einem Kochevent, für die ganze Familie. Sie werden sehen wie viel Spaß das macht und wie lecker das Resultat ist. Schupfnudeln können gut eingefroren werden, also besser eine Portion mehr herstellen, die Arbeit ist fast die gleiche.



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