Startseite   

Naturpark Obere Donau

Donaueschingen Landkreis Tuttlingen Landkreis Sigmaringen Landkreis Biberach Alb-Donau-Kreis Naturpark Obere Donau Donautalbahn Veranstaltungen Freizeit

Der einzigartige Naturpark Obere Donau

Etwa 1350 Quadratkilometer umfasst der 1980 gegründete Naturpark Obere Donau. 4 Landkreise, mit 55 Städten und Gemeinden gehören zu dieser einzigartigen Landschaft. Weltbekannt ist das Durchbruchstal der Donau. Hier hat sich der Fluss sein Bett durch das Juragestein der Schwäbischen Alb gegraben. Das Ergebnis ist grandios! Es entstanden mächtige Kalkfelsen, welche heute beliebte Aussichtspunkte sind. Zu den bekanntesten gehört der Knopfmacherfelsen in der Nähe des Kloster Beuron.
Zu einer der wichtigsten Einnahmequelle dieser Region gehört heute der Tourismus. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts gab es hier einen grösseren Klettertourismus. Heute lieben Wanderer, Kletterer, Rad- und Kanufahrer diese Landschaft. An sonnigen Wochenenden kann es sogar hier turbolent auf den Strassen zugehen. Bis zu 20.000 Menschen suchen dann hier Erholung und sportliche Betätigungen.

Unser Tipp: Allerlei Wissenswertes zum Naturpark und zur Landschaft finden Sie auch im Internetauftritt der Stiftung Naturschutzzentrum Obere Donau.

Der Naturpark Obere Donau

Der Sigmaringer Forst

Der Sigmaringer Forst ist das grösste zusammenhängende Waldgebiet Oberschwabens. Hier befindet sich auch das Jagdrevier des Hauses Hohenzollern, das Waldgebiet Josefslust. Es ein Teil des Naturpark Obere Donau.
Alles began mit Fürst Joseph Friedrich von Hohenzollern. 1727 gab er den Auftrag im den Waldgebiet ein Jagdschlösschen zu errichten. Dieses wurde 1727 mit dem Namen Josefslust fertig gestellt. Nachdem das Wild die angrenzenden Felder zur Futtersuche nutzte, lies Fürst Anton Aloys den Wildpark 1890 einzäunen. Heute umfasst der Josefsluster Wald etwa 1500 ha. Der eigentliche umzäunte Wildpark hat eine Gesamtfläche von 720 ha.

Der Park ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Naturparks. Sie können ihn jederzeit kostenlos besuchen. Der Haupeingang befindet sich an der Strasse zweischen Sigmaringen und Krauchenwies. In gross angelegten Schaugattern können Sie Rot- und Damwild, sowie Wildschweine beobachten. Das Wanderwegenetz im Wildpark ist beträchtlich und mit alten Wegweisern ausgeschildert. In dem riesigen Waldgebiet finden Sie unter anderem auch sehr alte Bäume, sowie diverse kleine Seen, wie den Ablacher und Gögginger Weiher.

Sehenswert ist auch das Jagdschlösschen, welches sich in unmittelbarer Nähe des Haupteingang befindet. Es wurde 2006 komplett saniert und ist heute der Wohnsitz von Albrecht Johannes Prinz von Hohenzollern-Sigmaringen. Es kann nicht besichtigt werden.

Der Grosse Heuberg

Der Grosse Heuberg hat die höchsten Erhebungen der Schwäbischen Alb und ist ein Teil des Naturpark Obere Donau. Diese dünn besiedelte Hochfläche ist rau und kühl, war aber bereits zur Steinzeit besiedelt. Bis Anfang des letzten Jahrhunderts war die Heubergregion eine der ärmsten Gegenden Deutschlands.
Heute zählt die Region zu einem der beliebtesten Wandergebiete in Baden-Württemberg. 10 Berge, welche rund 1000 m hoch sind, unberührte Natur und viel Ruhe sind garantiert. Die höchste Erhebung ist der Lemberg. Er ist mit 1015 m die höchste Erhebung der Schwäbischen Alb.
Wenn Sie über eine gute Kondition verfügen und Anstiege und Abfahrten lieben - Radfahrer kommen dann voll auf ihre Kosten. Sehr beliebt sind unter anderem der Hohe-Alb-Radweg, der Große-Heuberg-Radweg und der Rossberg-Radweg.
Aber auch im Winter kommen Sportler hier voll auf Ihre Kosten. So erwartet Skilangläufer die Skiwanderwege Heuberg. Es ist eine 55 km lange Rundloipe und setzt sich aus der Bubsheimer -, Wehinger -, Gosheimer -, Böttinger -, Spaichinger -, Dürbheimer - und Mahlstetter Loipe zusammen.
In Meßstetten, der höchstgelegenen Stadt Baden-Württembergs, warten der Skilift Meßstetten mit 400 Meter Länge, der Skilift Täle mit 600 Meter und Flutlicht, sowie im Teilort Tieringen der Skilift Oberstocken, mit 400 Meter und Flutlicht, auf Wintersportler.

Zu den geologischen Höhepunkten gehört unter anderem die Kolbinger Höhle. Sie wird auch Stefanshöhle genannt und liegt überhalb des Donautals, drei Kilometer südöstlich von der Gemeinde Kolbingen. Die Höhle ist auf ca. 90 m begehbar und ist mit Tropfsteinen reich geschmückt. Am Eingang der Höhle befindet sich die bewirtschaftete Felsenhütte. Von hier aus haben Sie eine fantastische Aussicht über das Donautal. Die Höhle ist nur mit Führung begehbar. Sie ist von Karfreitag bis zum letzten Wochenende im Okober geöffnet. Führungen finden am Samstag zwischen 13 und 17 Uhr, sowie Sonn- und Feiertags, zwischen 10 und 17 Uhr statt.

Bereits zur Altsteinzeit lebten auf der Bärenthaler Gemeindegemarkung Menschen. Die Höhlen auf der Alb waren ihre bevorzugte Aufenthalts- und Zufluchtsplätze. Einer dieser Plätze war das das Naturdenkmal Mondlichtloch. Im staatlich anerkannten Erholungsort Bärenthal vereinigen sich die Obere und Untere Bära zur Bära. Dieser Fluss mündet bei Fridingen in die Donau.

Wandern in Naturpark

Flora und Fauna

Der Naturpark ist fast identisch mit dem Natura 2000 Gebiet Oberes Donautal, zwischen Beuron und Sigmaringen und dem Vogelschutzgebiet Südwestalb und Oberes Donautal. Hier gibt es eine unglaubliche Artenvielfalt und ein Vorkommen besonders vieler, landesweit seltener und gefährdeter Arten.

Dieses Gebiet zählt zu den naturschutzfachlich bedeutendsten Flächen Baden-Württembergs. Die unterschiedlichen Lebensraumtypen bieten vielen, vom Aussterben bedrohten Arten Lebensraum. Sogar der Alpenbock fühlt sich hier wohl. Die vielen Höhlen bieten Fledermäusen Schutz. Die Donauauen sind ein wichtiger Lebensraum für Biber und hier gibt es über 650 unterschiedliche Farn- und Blütenpflanzen.
Eine weitere Besonderheit innerhalb des Naturparks ist die Vielfalt an dealpinen Arten. Sie kommen gewöhnlich nur in den Alpen oder räumlich begrenzt vor. Keine andere deutsche Mittelgebirgsformation hat eine solche Fülle wie das Obere Donautal.
Auch die waldfreien Felsen bieten hier so manche Überraschung. Es sind unter anderm Reliktstandorte. Reliktarten sind Populationen, welche sich nach dem Ende der letzten Eiszeit, hier seperat entwickelt haben.
Eine absolute Besonderheit ist der Luchs. Er wurde hier zwischen 2005 und 2008 zweifelsfrei nachgewiesen.
Aber auch Vögel fühlen sich hier wohl. Hier gibt es noch grosse Populationen von Dohle, Uhu und Wanderfalken.

Viele Informationen rund um die gesamte Artenvielfalt findet man bei der staatlichen Naturschutzverwaltung Baden-Württemberg. Das Regierungspräsidium Tübingen gab einen Pflege- und Entwicklungsplan für diese Region in Auftrag. Das Ergebnis umfasst 272 Seiten und beschreibt alle Facetten der Flora und Fauna.